Am Freitag den 22.05. hieß es Leinen los und wir setzten die Segel auf das Pfingstlager 2026, unter dem Motto Piraten. Wir hielten Kurs auf Remscheid, wo unser diesjähriger Zeltplatz, eine ehemalige Hammermühle mit Mühlteich und Bach, ganz in der Nähe lag. Ein paar von uns waren bereits am Donnerstag vorgefahren um vor Ort klar Schiff zu machen und das Gelände in eine Piratenlandschaft zu verwandeln.

Nachdem die Gruppenkinder ihre Kojen bezogen hatten, wurde eine mysteriöse Flaschenpost im angrenzenden Mühlteich entdeckt. Hierin fand sich eine Nachricht von einem ehemaligen Kapitän, der uns von einem Schatz berichtete, den er bereits seit Jahren vergeblich sucht. Da er dafür aber Hilfe benötigte, brauchte er eine Crew. Gesagt – getan, die Kinder bewiesen in einem Vertrauensspiel, dass sie als Gruppe gut funktionieren und so erhielten wir die zweite Nachricht am nächsten Morgen.

Flaschenpost und Floßbau

Ein Schiff und eine Flagge mussten her, weshalb wir den Samstag damit verbrachten ein Floß zu bauen und im anschließenden Lagerspiel die nötigen Materialien für die Flagge, bei Smutje, Tuchmacher und dem betrunkenen Seemann, zu besorgen.

Später am Abend wartete noch eine Nachtwanderung auf die Kinder und Jugendlichen, bei der alle und sogar die allerjüngsten ihren Mut bewiesen und dass sie das Zeug zum Piraten haben.

Vom Verrat zum Versprechen

Am Sonntag war es dann soweit und die Wanderung zum lang ersehnten Schatz begann. Doch auch hier mussten einige Stationen gemeistert werden. So trafen wir unter anderem auf eine Meerjungfrau, deren kryptischen Gesang die Gruppenkinder entschlüsseln mussten um den nächsten Hinweis zu erhalten.
Am Ende der Wanderung fanden wir jedoch zu unserem Erschrecken nur ein leeres Schatzloch mit einer Botschaft. Der Smutje, welcher die ganze Zeit unter uns gewesen war, stellte sich in Wahrheit als ein böser Käpt´n heraus und war uns wohl zuvor gekommen.
Nach einem packenden Kampf zwischen unserem Bootsmann Jonas und dem Smutje, welcher für letzteren im Wasser endete, hielten die Gruppenkinder nun endlich den Schatz in den Händen.

Es folgte ein sehr schön gestalteter Gottesdienst im Freien, für welchen unsere Kuratin extra die lange Fahrt, am Sonntag, von Limburg auf sich genommen hatte.

Nun war schon der letzte Abend, der aber noch einige Überraschungen hatte. Zum einen wurden zwei neue Stammesmitglieder in die Wölflings- und in die Jungpfadinderstufe aufgenommen, sowie mehrere Biber zu den Wölflingen hochgestuft. Zum anderen folgte später am Abend noch ein ganz besonderes Versprechen. Unsere beiden Rover Jonas und Christian, welche als Teil des Orga-Teams das Lager vorbereitet hatten, legten das Leiterversprechen ab und wurden offiziell in die Leiterrunde aufgenommen.

Auch das schönste Lager muss ein Ende haben und so packten wir am Montag alles zusammen, schrubbten das Deck und segelten zurück in die Domstadt.

Wir blicken auf ein gelungenes Lager mit bestem Wetter zurück und freuen uns schon auf das Nächste!